IVZ-Bericht über Sondersitzung des Mettinger Gemeinderates

Alternativstandort für Rinderställe - Gemeinde prüft noch einmal

25.08.2020 | (Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung, 21.08.2020 - Oliver Langemeyer (Autor)©ivz.medien GmbH & Co. KG , "alle Rechte vorbehalten“)

-ola- METTINGEN. Die Gemeinde Mettingen wird noch einmal alle Möglichkeiten ausloten, einen anderen Standort für die geplanten Rinderställe an der Nordstraße zu finden. Das ist das Ergebnis einer nicht öffentlichen Sondersitzung des Gemeinderates am Mittwoch. Daran nahmen auch Vertreter der Landwirtefamilie Borchelt teil. Das teilte Bauamtsleiter Michael Krause-Hettlage auf Anfrage unseres Medienhauses mit.

Die angekündigten Gespräche der Kommune mit der Bezirksregierung Münster und dem Kreis Steinfurt wirken ein bisschen wie der Griff nach dem letzten Strohhalm. Denn für eine Aussiedlung des Hofes kommen nur Flächen infrage, die im Überschwemmungsgebiet der Gemeinde liegen. Dazu habe die Kommune bereits eine Stellungnahme des Kreises eingeholt. Demnach habe eine Genehmigung auf diesen Flächen keine Chance auf Erfolg. Der Kreis lässt sich aber ein Hintertürchen offen und bringt die Erstellung eines Fachgutachtens in Absprache mit der Bezirksregierung ins Spiel. Wenn man damit nachweisen könnte, dass alle Bedingungen erfüllt werden, könne es eine Möglichkeit geben, erklärte Krause-Hettlage. Deshalb werde er einen Termin mit Kreis und Bezirksregierung vereinbaren. Dort werde unter anderem geklärt, ob sich ein solches Gutachten lohne.
 
Auch die Alternative, die Ställe auf einer rund 300 Meter vom jetzigen Standort entfernten Fläche zu errichten, soll noch einmal überprüft werden, kündigte Krause-Hettlage. Dort komme man aber zu nahe an vorhandene Wohnbebauung heran. Die Landwirtefamilie Borchelt habe während der Sondersitzung erklärt, dass die Rahmenbedingungen für einen anderen Standort passen müssten, sagte Krause-Hettlage. Man werde das laufende Genehmigungsverfahren an der Nordstraße auf jeden Fall weiterführen.
Auf dem dortigen Gelände ist eine Anlage für rund 1000 Rinder geplant. Vorgesehen sind vier Bullenställe, ein Kälberstall sowie sechs Futter- und drei Fahrsilos.